Heimsuchung
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HEIMSUCHUNG

(Start: 15.10.)

Sondervorstellung mit Regisseur Volker Schlöndorff zum Literaturherbst Heidelberg 2026

am Sonntag, 18.10., 11:30 Uhr - Gloria-Kino

D 2026 | Regie: Volker Schlöndorff | 121 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Martina Gedeck, Susanne Wolf, Lars Eidinger, Michael Maertens, Ulrich Matthes

Ein malerisches Grundstück an einem See nahe Berlin, Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von den historischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts geprägt sind. Beginnend in den 1930er Jahren erwirbt ein jüdischer Tuchfabrikant für seine Familie einen Teil des Grundstücks, muss den Besitz jedoch bald wieder verkaufen. Ein Architekt und seine Frau errichten auf dem benachbarten Teil ein Haus im modernen Stil der Zeit. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs versucht der Architekt sich in Ostberlin zu verwirklichen, scheitert jedoch im DDR-System und flieht mit seiner Frau in den Westen. Das Haus wird einer Schriftstellerin und ihrem Mann übertragen, die die Nazi-Zeit im sowjetischen Exil überlebten. Ihre Enkelin wird dort in den Jahren bis zum Mauerfall ihre Sommer verbringen.

Regie-Legende Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman „Die Blechtrommel“ mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundert-Roman. Mit HEIMSUCHUNG – EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE entsteht die erste Verfilmung eines Buches der vielfach prämierten Schriftstellerin Jenny Erpenbeck.

 

Die andere Seite
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DIE ANDERE SEITE

(Start: 22.10.)

D 2026 | Regie: Mariko Minoguchi | 106 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Nina Hoss, Precious Mariam Sanusi, Barbara Petritsch

Die Ärztin Hanna hat durch eine ansteckende Krankheit alles verloren. Als Infizierte ist sie Überträgerin des Virus und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Hanna hat sich in die Einsamkeit der Berge geflüchtet, wo sie in der alpinen Wildnis zur Einzelkämpferin geworden ist. Als sie auf eine junge Frau trifft, die ebenfalls zu den Ausgegrenzten zählt, ändert sich alles. Gemeinsam wollen sie über die Alpen nach Süden, wo ein Leben in Freiheit möglich scheint…

Vor einer rauen, atemberaubenden Bergkulisse entfaltet der Film seine volle Wucht und erzählt von Flucht, Freiheit und Grenzerfahrungen. In der Rolle der Hanna, die aus ihrem Leben gerissen wurde, begeistert Nina Hoss einmal mehr mit einer präzisen und zutiefst menschlichen Performance.

 

Chopin
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CHOPIN - Eine Sonate in Paris

(Start: 22.10.)

PL/F 2025 | Regie: Michał Kwieciński | 114 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Eryk Kulm, Joséphine De La Baume, Victor Meutelet, Lambert Wilson, Karolina Gruszka, Maja Ostaszewska, Michał Pawlik, Dominika Ostałowska, Martyna Byczkowska

Paris, 1835. Aufruhr herrscht in Europa. Frédéric Chopin ist 25, wird in Salons und bei Soireen gefeiert und vom König verehrt. Doch hinter dem strahlenden Glanz verbergen sich Schatten: Chopins Gesundheit ist fragil und seine Musik – kühn, raffiniert, poetisch – zeigt eine Seele, die schwermütiger ist, als er offenbart. Chopin verliebt sich in die Schriftstellerin George Sand, eine unkonventionelle, scharfzüngige und furchtlose Stimme ihrer Zeit. Mit ihr erlebt er kreative Höhenflüge und schmerzhafte Krisen. Je schwächer sein Körper wird, desto entschlossener wird sein musikalischer Wille. In den späten Nocturnes und Klaviersonaten bündelt Chopin alles, was ihn ausmacht – Sehnsucht, Stolz, Verletzlichkeit und eine künstlerische Freiheit, die ihrer Zeit weit voraus ist.

 

Moscas - Fliegen und andere Gäste
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MOSCAS - Fliegen und andere Gäste

(Start: 22.10.)

MEX/E 2026 | Regie: Fernando Eimbcke | 102 Min. | FSK 6
Darsteller*innen: Teresita Sánchez, Bastian Escobar, Hugo Ramírez, Enrique Arreola

Olga führt ein streng abgezirkeltes Leben in einem großen Wohnblock in Mexico Stadt, ohne Freundschaften und Beziehungen. Als sie in einer finanziellen Notlage ein Zimmer untervermieten muss, zieht ein Mann vom Land ein, der seine erkrankte Frau im nahegelegenen Hospital unterstützt. Erst spät bemerkt Olga, dass der Mann nachts seinen 9jährigen Sohn mit in die Wohnung schmuggelt. So groß ihre Wut sein mag, sie kann sich dem Charme des Jungen nicht entziehen, der nichts unversucht lässt, um zu seiner Mutter ins Krankenhaus zu gelangen. Olgas Leben beginnt sich auf überraschende Weise mit dem ihrer ungebetenen Gäste zu verflechten, ihre sorgsam kontrollierte Welt verwandelt sich.

 

Glaube
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GLAUBE

(Start: 29.10.)

E 2025 | Regie: Alauda Ruiz de Azúa | 115 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Blanca Soroa, Patricia López Arnaiz, Miguel Garcés, Juan Minujín, Mabel Rivera, Nagore Aranburu

Auf den ersten Blick gibt es nichts, was die 17-jährige Ainara von anderen Teenagern in ihrem Alter unterscheidet: Auch in der katholischen Schule gibt es heimliche Trinkabende, und der attraktive Chorpartner Mikel mag ihr nicht so recht aus dem Kopf gehen. Und doch sind die Gefühle der jungen Frau nicht allein von dieser Welt: Sie fühlt sich zu Gott hingezogen. Wäre das Leben, das sich für sie richtig anfühlt, eines als Ordensschwester im katholischen Konvent? Voller Entschlossenheit begibt sich Ainara auf einen außergewöhnlichen Lebensweg. Doch der Plan bringt die Grundmauern ihrer Familie massiv ins Wanken. Während sich der immer etwas gleichgültige Vater Iñaki wenig in die Angelegenheiten seiner Tochter mischt, ist ihre selbstbestimmte Tante Maite fassungslos…

 

Barbara Buser
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BARBARA BUSER - Pionierin der Nachhaltigkeit

(Start: 29.10.)

CH 2026 | Regie: Gabriele Schärer | 118 Min. | FSK 0
Dokumentarfilm

Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen. Als Frau, die in einer Männerdomäne erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ist Barbara Buser Vorbild für die junge Generation, die für eine nachhaltigere, gerechtere Welt kämpft. Ausgezeichnet mit allen wichtigen Architekturpreisen, ist die Visionärin gefragt bei allen Forschungszentren der Universitäten und Technischen Hochschulen in der Schweiz und weltweit.

Ein Dokumentarfilm, der Erstaunliches vermittelt, inspiriert und zum Nachdenken anregt – all das mit viel Schwung, Humor und Leichtigkeit.

 

Biermann
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BIERMANN

(Start: 29.10.)

D 2026 | Regie: Jens Meurer | 120 Min. | FSK tba
Dokumentarfilm

Der legendäre Liedermacher Wolf Biermann hat schon immer polarisiert – bis heute. Seit über 60 Jahren sorgt die poetische Kraft seiner Texte für kleine und große politische Beben. Und so ist die Musik der Ausgangspunkt, sich dieser Jahrhundertpersönlichkeit filmisch zu nähern. Einem Mann, der die Dialektik lebt und lebendig macht, weil er sie auf seine verschmitzte Art sehr ernst nimmt. Er erklärt die Welt, indem er sie unablässig in Frage und gerne auf den Kopf stellt. Und bewahrt dabei Haltung. Die Kamera begleitet den 90-Jährigen bei der Begegnung mit jungen Künstler*innen, Politiker*innen sowie seiner Familie. So entsteht ein mitreißendes und sehr persönliches Kaleidoskop. Denn: Mit keinem lebenden Künstler ist deutsch-deutsche Geschichte so eng verbunden wie mit Wolf Biermann.

 

Block 10
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BLOCK 10

(Start: 05.11.)

Sondervorstellung am Montag, 26.10., 19:00 Uhr, GLORIA

Bei uns zu Gast: Regisseur Marcus O. Rosenmüller sowie Vertreterinnen der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

D 2026 | Regie: Marcus O. Rosenmüller | 103 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Axel Prahl, Christian Berkel, Bibiana Beglau, uvm.

Im Konzentrationslager Auschwitz wird Anfang 1943 ein Bereich geschaffen, der innerhalb des Stammlagers eine besondere Stellung einnimmt: Block 10. Hinter seinen Mauern sperrt die SS hunderte jüdische Frauen ein. Sie werden zu Objekten medizinischer Experimente, systematisch misshandelt, verstümmelt und ihrer Zukunft beraubt.
Hier treffen unterschiedliche Schicksale aufeinander: Frauen, die ums Überleben kämpfen, ihre Würde behaupten und einander Halt geben. Ärzte, die im Namen der Ideologie foltern und töten. Und Häftlinge, die gezwungen werden, zwischen Anpassung und Widerstand zu wählen.
Unter ihnen der jüdische Gynäkologe Dr. Maximilian Samuel. Als Häftlingsarzt muss er bei den Eingriffen assistieren. Die SS zwingt ihn zur Mitarbeit, andernfalls droht der Tod seiner Tochter. Sein persönliches Dilemma spiegelt die moralische Grauzone wider, in der sich viele Gefangene bewegen: zwischen Zwang, Schuld und dem verzweifelten Versuch, Leben zu retten.

BLOCK 10 erzählt von einem abgeschlossenen Mikrokosmos des Grauens, und von den Menschen, die darin gefangen sind. Aus der Perspektive der Frauen entsteht ein vielstimmiges Bild von Gewalt, Überleben und der Frage, was Menschlichkeit unter unmenschlichen Bedingungen bedeuten kann.