DIE ANDERE SEITE
(Start: 22.10.)
D 2026 | Regie: Mariko Minoguchi | 106 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Nina Hoss, Precious Mariam Sanusi, Barbara Petritsch
Die Ärztin Hanna hat durch eine ansteckende Krankheit alles verloren. Als Infizierte ist sie Überträgerin des Virus und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Hanna hat sich in die Einsamkeit der Berge geflüchtet, wo sie in der alpinen Wildnis zur Einzelkämpferin geworden ist. Als sie auf eine junge Frau trifft, die ebenfalls zu den Ausgegrenzten zählt, ändert sich alles. Gemeinsam wollen sie über die Alpen nach Süden, wo ein Leben in Freiheit möglich scheint…
Vor einer rauen, atemberaubenden Bergkulisse entfaltet der Film seine volle Wucht und erzählt von Flucht, Freiheit und Grenzerfahrungen. In der Rolle der Hanna, die aus ihrem Leben gerissen wurde, begeistert Nina Hoss einmal mehr mit einer präzisen und zutiefst menschlichen Performance.
CHOPIN - Eine Sonate in Paris
(Start: 22.10.)
PL/F 2025 | Regie: Michał Kwieciński | 114 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Eryk Kulm, Joséphine De La Baume, Victor Meutelet, Lambert Wilson, Karolina Gruszka, Maja Ostaszewska, Michał Pawlik, Dominika Ostałowska, Martyna Byczkowska
Paris, 1835. Aufruhr herrscht in Europa. Frédéric Chopin ist 25, wird in Salons und bei Soireen gefeiert und vom König verehrt. Doch hinter dem strahlenden Glanz verbergen sich Schatten: Chopins Gesundheit ist fragil und seine Musik – kühn, raffiniert, poetisch – zeigt eine Seele, die schwermütiger ist, als er offenbart. Chopin verliebt sich in die Schriftstellerin George Sand, eine unkonventionelle, scharfzüngige und furchtlose Stimme ihrer Zeit. Mit ihr erlebt er kreative Höhenflüge und schmerzhafte Krisen. Je schwächer sein Körper wird, desto entschlossener wird sein musikalischer Wille. In den späten Nocturnes und Klaviersonaten bündelt Chopin alles, was ihn ausmacht – Sehnsucht, Stolz, Verletzlichkeit und eine künstlerische Freiheit, die ihrer Zeit weit voraus ist.
MOSCAS - Fliegen und andere Gäste
(Start: 22.10.)
MEX/E 2026 | Regie: Fernando Eimbcke | 102 Min. | FSK 6
Darsteller*innen: Teresita Sánchez, Bastian Escobar, Hugo Ramírez, Enrique Arreola
Olga führt ein streng abgezirkeltes Leben in einem großen Wohnblock in Mexico Stadt, ohne Freundschaften und Beziehungen. Als sie in einer finanziellen Notlage ein Zimmer untervermieten muss, zieht ein Mann vom Land ein, der seine erkrankte Frau im nahegelegenen Hospital unterstützt. Erst spät bemerkt Olga, dass der Mann nachts seinen 9jährigen Sohn mit in die Wohnung schmuggelt. So groß ihre Wut sein mag, sie kann sich dem Charme des Jungen nicht entziehen, der nichts unversucht lässt, um zu seiner Mutter ins Krankenhaus zu gelangen. Olgas Leben beginnt sich auf überraschende Weise mit dem ihrer ungebetenen Gäste zu verflechten, ihre sorgsam kontrollierte Welt verwandelt sich.
GLAUBE
(Start: 29.10.)
E 2025 | Regie: Alauda Ruiz de Azúa | 115 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Blanca Soroa, Patricia López Arnaiz, Miguel Garcés, Juan Minujín, Mabel Rivera, Nagore Aranburu
Auf den ersten Blick gibt es nichts, was die 17-jährige Ainara von anderen Teenagern in ihrem Alter unterscheidet: Auch in der katholischen Schule gibt es heimliche Trinkabende, und der attraktive Chorpartner Mikel mag ihr nicht so recht aus dem Kopf gehen. Und doch sind die Gefühle der jungen Frau nicht allein von dieser Welt: Sie fühlt sich zu Gott hingezogen. Wäre das Leben, das sich für sie richtig anfühlt, eines als Ordensschwester im katholischen Konvent? Voller Entschlossenheit begibt sich Ainara auf einen außergewöhnlichen Lebensweg. Doch der Plan bringt die Grundmauern ihrer Familie massiv ins Wanken. Während sich der immer etwas gleichgültige Vater Iñaki wenig in die Angelegenheiten seiner Tochter mischt, ist ihre selbstbestimmte Tante Maite fassungslos…
BARBARA BUSER - Pionierin der Nachhaltigkeit
(Start: 29.10.)
Sondervorstellung am So, 08.11., Live-Zoom-Gespräch mit Barbara Buser – Moderation: Freya Magnet (Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammergruppe Heidelberg)
CH 2026 | Regie: Gabriele Schärer | 118 Min. | FSK 0
Dokumentarfilm
Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen. Als Frau, die in einer Männerdomäne erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ist Barbara Buser Vorbild für die junge Generation, die für eine nachhaltigere, gerechtere Welt kämpft. Ausgezeichnet mit allen wichtigen Architekturpreisen, ist die Visionärin gefragt bei allen Forschungszentren der Universitäten und Technischen Hochschulen in der Schweiz und weltweit.
Ein Dokumentarfilm, der Erstaunliches vermittelt, inspiriert und zum Nachdenken anregt – all das mit viel Schwung, Humor und Leichtigkeit.
DIE BLUTGRÄFIN
(Start: 29.10.)
L/D/A 2026 | Regie: Ulrike Ottinger | 119D Min | FSK 12
Darsteller*innen: Isabelle Hupper, Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, Conchita Wurst, Karl Markovics, u.v.a.
Jahrhunderte nach ihrem mysteriösen Verschwinden taucht die Blutgräfin im heutigen Wien wieder auf. Der Legende nach ist sie eine der fleißigsten Vampirinnen des 16. Jahrhunderts, die sich reihenweise Dienstmädchen schmecken ließ. Gemeinsam mit ihrer treuen Zofe Hermine versucht sie, ein gefährliches Buch aufzuspüren, das die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten – einschließlich Vampire…
Zwischen Irr-Sinn und Aber-Witz: Der neue Film von Kultregisseurin Ulrike Ottinger ist ein groteskes Gelage grandioser Grande Dames, die nach dem roten Elixier des Lebens streben und auf der Umlaufbahn der Deutungen absolut uneinholbar sind. Neben Isabelle Huppert spielen zu Höchstform auf: Birgit Minichmayr, Thomas Schubert, Lars Eidinger, Conchita Wurst, Karl Markovics und viele mehr.
BIERMANN
(Start: 29.10.)
D 2026 | Regie: Jens Meurer | 120 Min. | FSK tba
Dokumentarfilm
Der legendäre Liedermacher Wolf Biermann hat schon immer polarisiert – bis heute. Seit über 60 Jahren sorgt die poetische Kraft seiner Texte für kleine und große politische Beben. Und so ist die Musik der Ausgangspunkt, sich dieser Jahrhundertpersönlichkeit filmisch zu nähern. Einem Mann, der die Dialektik lebt und lebendig macht, weil er sie auf seine verschmitzte Art sehr ernst nimmt. Er erklärt die Welt, indem er sie unablässig in Frage und gerne auf den Kopf stellt. Und bewahrt dabei Haltung. Die Kamera begleitet den 90-Jährigen bei der Begegnung mit jungen Künstler*innen, Politiker*innen sowie seiner Familie. So entsteht ein mitreißendes und sehr persönliches Kaleidoskop. Denn: Mit keinem lebenden Künstler ist deutsch-deutsche Geschichte so eng verbunden wie mit Wolf Biermann.
BLOCK 10
(Start: 05.11.)
Sondervorstellung am Montag, 26.10., 19:00 Uhr, GLORIA
Bei uns zu Gast: Regisseur Marcus O. Rosenmüller sowie Vertreterinnen der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
D 2026 | Regie: Marcus O. Rosenmüller | 103 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Axel Prahl, Christian Berkel, Bibiana Beglau, uvm.
Im Konzentrationslager Auschwitz wird Anfang 1943 ein Bereich geschaffen, der innerhalb des Stammlagers eine besondere Stellung einnimmt: Block 10. Hinter seinen Mauern sperrt die SS hunderte jüdische Frauen ein. Sie werden zu Objekten medizinischer Experimente, systematisch misshandelt, verstümmelt und ihrer Zukunft beraubt.
Hier treffen unterschiedliche Schicksale aufeinander: Frauen, die ums Überleben kämpfen, ihre Würde behaupten und einander Halt geben. Ärzte, die im Namen der Ideologie foltern und töten. Und Häftlinge, die gezwungen werden, zwischen Anpassung und Widerstand zu wählen.
Unter ihnen der jüdische Gynäkologe Dr. Maximilian Samuel. Als Häftlingsarzt muss er bei den Eingriffen assistieren. Die SS zwingt ihn zur Mitarbeit, andernfalls droht der Tod seiner Tochter. Sein persönliches Dilemma spiegelt die moralische Grauzone wider, in der sich viele Gefangene bewegen: zwischen Zwang, Schuld und dem verzweifelten Versuch, Leben zu retten.
BLOCK 10 erzählt von einem abgeschlossenen Mikrokosmos des Grauens, und von den Menschen, die darin gefangen sind. Aus der Perspektive der Frauen entsteht ein vielstimmiges Bild von Gewalt, Überleben und der Frage, was Menschlichkeit unter unmenschlichen Bedingungen bedeuten kann.
EIN TALENT FÜRS MORDEN
(Start: 05.11.)
I/GB/CH 2026 | Regie: Anton Corbijn | 106 Min | FSK 12
Darsteller*innen: Helen Mirren, Alden Ehrenreich, u.a.
1995 hat sich die Krimiautorin Patricia Highsmith (Helen Mirren) in ihr Schweizer Chalet zurückgezogen. Der Welt überdrüssig, lebt sie einsam mit ihren Büchern, Katzen und einer Sammlung antiker Waffen. Die Ruhe endet jäh, als der junge Lektor Edward Ridgeway vor der Tür steht. Er soll sie zu einem letzten Roman über ihre Kultfigur Tom Ripley überreden.
Highsmith lehnt ab – es sei denn, Edward hilft ihr, den perfekten Mord zu erfinden. Schnell wird der Besuch zu einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel, bei dem unklar bleibt, wer die Fäden zieht.
In diesem psychologischen Thriller voller Wendungen erleben wir die gefeierte Autorin erstmals selbst im Kino. Ein faszinierender Ausflug in eine Welt aus Geschichte und Mythos: Ein Ripley-Film ohne Ripley und gerade deshalb ein echter Highsmith.
WILD HORSE NINE
(Start: 12.11.)
GB/USA/CL 2026 | Regie: Martin McDonagh | 118 Min | FSK tba
Darsteller*innen: John Malkovich, Sam Rockwell, Steve Buscemi, Parker Posey
Kurz vor dem Militär-Putsch in Chile im Jahr 1973 werden die CIA-Agenten Chris (John Malkovich) und Lee (Sam Rockwell) von ihrem Büroleiter MJ (Steve Buscemi) von Santiago auf die Osterinsel entsandt. Vor dem Hintergrund der ikonischen Skulpturen der Insel ringen die langjährigen Partner mit ihrer dunklen Vergangenheit und aktuellen Verschwörungen. Dabei droht Chris’ neu gefundene Freundschaft mit zwei rebellischen Studentinnen die Reise aller in dieses abgelegene Paradies völlig aus dem Ruder laufen zu lassen.
Oscar®-Preisträger und Kultregisseur Martin McDonagh ist zurück! Nach „The Banshees of Inisherin“ und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ nun mit einer neuen schwarzhumorigen und starbesetzte Komödie.
HELENE WEIGEL - Eine Revolutionärin im Rampenlicht
(Start: 12.11.)
D/A 2026 | Regie: Maria Wischnewski | 102 Min | FSK 6
Dokumentarfilm
Bis heute bedeutet sie die Welt für jene Bretter, die die Welt bedeuten: Helene Weigel hinterließ ein unglaubliches Vermächtnis – im eigenen Werk wie in dem ihres Mannes Bertolt Brecht. Von der „lärmendsten Schauspielerin Berlins“ der 1920er Jahre stieg sie zur Intendantin des Berliner Ensembles auf. Sie war eine Macherin, die sich für nichts zu fein war. Ihr Spektrum reichte von der Handwerkerin bis zur Erneuerin des Epischen Theaters, von der Sängerin in Arbeiterkneipen bis zur Matriarchin mit Masterplan, die sich und ihr Theaterhaus gegen alle Verwerfungen der Nachkriegszeit zu wehren wusste. Für viele Menschen in der jungen DDR wurde sie zur Hoffnungsträgerin.
Der Dokumentarfilm lässt mit Archivmaterial, persönlichen Briefen und Zeitzeugen teilhaben an diesem verwegenen, rasanten, tragischen Leben.
IDENTITTI
(Start: 12.11.)
D 2026 | Regie: Randa Chahoud | 103 Min | FSK 12
Darsteller*innen: Amanda Babaei Vieira, Stephanie Eidt, Sabrina Setlur, u.v.a.
Die Universität Düsseldorf gerät weltweit in die Schlagzeilen: Die gefeierte Professorin Saraswati, die sich als „Person of Colour“ ausgibt, ist in Wahrheit weiß! Studentin Nivedita, auch bekannt als Podcasterin „Identitti“, hat ein altes Foto von Saraswati gefunden und deckt damit die Lebenslüge auf. Während in der Presse und online gehetzt wird und man ihre Entlassung fordert, begibt sich Nivedita auf die Suche nach den Motiven für Saraswatis jahrelangen Betrug…
Basierend auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Mithu Sanyal, der sich mit Fragen kultureller Aneignung, Cancel Culture, Zugehörigkeit und Identität auseinandersetzt. Ein brisanter und erfrischend zeitgemäßer Film mit klugem Humor, junger Bildsprache und pointierten Dialogen.
LEICA - Ein Jahrhundert in Bildern
(Start: 12.11.)
Sondervorstellung am Fr, 20.11., 20:00 Uhr in Kooperation mit Leica Store Heidelberg | Filmgespräch mit Regisseur Reiner Holzemer
D 2026 | Regie: Reiner Holzemer | 92 Min | FSK 12
Dokumentarfilm
Vor gut 100 Jahren erfindet LEICA die Kleinbildkamera und verändert damit die Geschichte der Fotografie für immer. Fotografen können nun ihre Kamera mitnehmen und das Geschehen um sie herum dokumentieren. Die Geburtsstunde der Street Photography, Reportage und des Fotojournalismus.
Der Dokumentarfilm beleuchtet diesen Wandel der globalen visuellen Kultur und lädt ein, 100 Jahre Dokumentarfotografie zu erkunden – mit Werken renommierter Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Sebastião Salgado, Steve McCurry, Jane Evelyn Atwood, Ralph Gibson und Alex Webb sowie zeitgenössischer Künstler wie JR, Greg Williams und Ragnar Axelsson und Hunderten von Bildern ihrer bahnbrechenden Arbeiten.
LIEBLINGSMENSCHEN
(Start: 19.11.)
D 2026 | Regie: Helena Hufnagel | 108 Min | FSK 6
Darsteller*innen: Katharina Thalbach, Bardo Böhlefeld
Unglaublich, aber wahr: Diese märchenhafte Geschichte hat sich tatsächlich in Berlin-Schöneberg so zugetragen. Die betagte Agnes, stolze 101 Jahre ist sie alt, nimmt spontan den schwulen Asylbewerber Amir bei sich auf. Der junge Mitbewohner schützt nicht nur perfekt vor dem drohenden Umzug ins Altenheim. Er weckte zudem ganz neue Lebenskräfte in der rüstigen Rentnerin. Trotz Amirs drohender Abschiebung tritt das ungleiche Duo bei einem Tanzwettbewerb an, um einen neuen Rekord aufzustellen. Zu den Gewinnern gehört allemal das Publikum, das von dieser warmherzig-optimistischen Geschichte mit erfrischender Leichtigkeit lässig unterhalten wird. (programmkino.de)
LA BOLA NEGRA
(Start: 19.11.)
E 2026 | Regie: Javier Calvo, Javier Ambrossi | 155 Min | FSK tba
Darsteller*innen: Guitarricadelafuente, Miguel Bernardeau, Carlos González, Milo Quifes, Lola Dueñas, Penélope Cruz, Glenn Close
„Das größte queere Historien-Panorama, das je geschaffen wurde“ VANITY FAIR FRANCE
Drei Leben, drei miteinander verwobene Schicksale, ein gemeinsames Erbe: Die Jahre 1932, 1937 und 2017 umspannend, erzählt der Film eine Geschichte von Begehren, Schmerz und der Sehnsucht von Sebastián, Rafael und Alberto, deren Lebenswege untrennbar miteinander verbunden sind. Inspiriert von einem der letzten, unvollendeten Werke Federico García Lorcas, spannt der Film einen Bogen von der Vorkriegszeit Spaniens bis in die Gegenwart. „La Bola Negra“ ist wuchtiges, intensives und hochgradig emotionales Kino.
Im Wettbewerb von Cannes gab es minutenlange Standing Ovations und den Regiepreis für Javier Calvo und Javier Ambrossi, als „Los Javis" das einflussreichste Duo des spanischen Kinos.
WIENER BLUES - The Loneliest Man in Town
(Start: 19.11.)
A 2026 | Regie: Tizza Covi, Rainer Frimmel | 86 Min | FSK 6
Darsteller*innen: Alois Koch, Brigitte Meduna, Alfred Blechinger, Flurina Schneider, Sarah Morrissette
Früher stand Al Cook fast jeden Abend auf der Bühne, doch seit dem Tod seiner geliebten Frau lebt der Musiker allein in seiner Wiener Altbauwohnung – umgeben von Schallplatten, Videokassetten und Erinnerungen. Hier scheint die Zeit stillzustehen, während sich draußen die Welt weiterdreht und der Blues, der ihm alles bedeutet, langsam in Vergessenheit gerät. Als skrupellose Immobilienhaie das Haus abreißen wollen und ihn unsanft aus der Wohnung drängen, steht Al vor den Scherben seiner Existenz. Doch was als Katastrophe beginnt, entpuppt sich allmählich als Chance für einen Neuanfang.
Die Tragikomödie erzählt mit Charme, Humor und viel Musik von Lebensträumen, Einsamkeit und ungebrochenen Leidenschaften.
I PLAY ROCKY
(Start: 26.11.)
USA 2026 | Regie: Peter Farrelly | 128 Min | FSK tba
Darsteller*innen: Anthony Ippolito, Matt Dillon, AnnaSophia Robb
Die Entstehung des Boxerfilms „Rocky“ (1976) ist selbst Stoff für großes Kino: Der damals unbekannte Schauspieler Sylvester Stallone (Anthony Ippolito) schreibt innerhalb von nur dreieinhalb Tagen ein Drehbuch und ist fest davon überzeugt, für die Hauptrolle bestimmt zu sein. Obwohl ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, setzt der später weltbekannte Actionstar alles auf eine Karte und beharrt trotz scheinbar unüberwindbarer Widerstände darauf, selbst als Rocky Balboa vor der Kamera zu stehen. Der Rest ist Filmgeschichte.
Mit packender Intensität und berührenden Bildern inszeniert Oscar®-Preisträger Peter Farrelly („Green Book – Eine besondere Freundschaft“) ein mitreißendes Biopic über Mut, Ausdauer und den Glauben an sich selbst.
FROM INSIDE OUT - Die Architektur von Peter Zumthor
(Start: 26.11.)
CH/D 2026 | Regie: Wim Wenders | 119 Min | FSK 6
Dokumentarfilm
Mit dem gemeinsamen Kurzfilm „Notes From A Day In The Life Of An Architect“ schufen Regisseur Wim Wenders und der Architekt Peter Zumthor auf Einladung von David Chipperfield ihr erstes gemeinsames Projekt. Wie sich herausstellte, war dieser Film nur der Auftakt für etwas viel Größeres. Sie stellten fest, dass sie eine ähnliche Arbeitsweise haben: Sie entwickeln Dinge von innen heraus. Der Wunsch, gemeinsam ein filmisches Projekt anzugehen, wurde immer größer. So befasst sich Wim Wenders in diesem Dokumentarfilm mit Peter Zumthors Arbeit und hat mit dem Erweiterungsbau der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel und den Neubau des Los Angeles County Museum of Art zwei kommende Architekturvorhaben von Zumthor als Leitthema.