SMALLTOWN GIRL
(Start: 15.01.)
Sondervorstellung am Freitag, 16.01. 20:00 Uhr, Gloriette
Filmgespräch mit Regisseurin Hille Norden
D 2025 | Regie: Hille Norden | 122 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Dana Herfurth, Luna Jordan, Vera Fay, Jakob Geßner, Jan Georg Schütte, Marcel Heuperman, Johann von Bülow, Wanja Mues, Julian Greis, Campbell Caspary, Kjell Brutscheidt, Mehmet Ateşçi, Yann Mbiene, Jan Viethen, Max Matthis, Laurenz Lerch, Sebastian Jakob Doppelbauer
In ihrer Lieblings-Bar ist die junge Schneiderin Nore (Dana Herfurth) vor allem für ihre wilden Outfits bekannt – und dafür, mit extrem vielen Männern ins Bett zu gehen. Ausgerechnet die schüchterne Jonna (Luna Jordan) rettet sie eines Abends vor einem zudringlichen Kandidaten und bietet ihr spontan an, bei ihr einzuziehen. Jonna ist von Nores Schönheit genau so geblendet wie von ihrem ungezügelten Lifestyle, der Spuren hinterlässt im gemeinsamen WG-Leben: Alkohol, Kippen und sehr viel Herrenbesuch, der schwesterlich geteilt wird und vor dem Frühstück immer wieder vor der Tür landet. Die beiden Frauen haben viel Spaß – bis Jonna sich in One-Night-Stand Michel (Jakob Geßner) verliebt. Als Nore im Strudel ihrer Dauer-Party-Utopie unterzugehen droht, beginnt Jonna an diesem Lifestyle zu zweifeln – und den Gründen für das Verhalten ihrer besten Freundin nachzuspüren. Hand in Hand unternehmen die beiden Frauen eine Reise in Nores Vergangenheit und versuchen so, einen neuen, gemeinsamen Weg in die Zukunft zu finden.
Wild und frei: Mit SMALLTOWN GIRL empfiehlt sich Regisseurin Hille Norden als neuer Stern am Himmel des jungen deutschen Kinos. Mit radikalem Stilwillen verknüpft ihr autobiographischer Film die heutige Lebensrealität von jungen Menschen mit zeitlosen Fragen zu Traumata, die durch die Generationen hallen. Ihr Film schafft Räume des Erinnerns, die in dieser schonungslosen Ehrlichkeit und einfühlsamen Präzision nur das große Kino möglich macht. Ein mitreißender Trip von Film, der unterhält und sich trotzdem dorthin traut, wo es weh tut.
MADAME KIKA
(Start: 15.01.)
B 2025 | Regie: Alexe Poukine | 110 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Manon Clavel, Suzanne Elbaz, Makita Samba, Thomas Coumans
Während sie mit ihrem zweiten Kind schwanger ist, wird Kika mit dem plötzlichen Tod ihres Partners konfrontiert. Pleite und mit gebrochenem Herzen muss sie ihre Prioritäten neu setzen:
1. Stark bleiben, 2. Geld machen – und zwar schnell
Dreckige Unterwäsche, Dildos und neurotische Eltern werden ihr dabei eine unerwartete Hilfe sein.
Das Portrait einer Frau zwischen Trauer und ökonomischem Druck. Zärtlich , liebevoll und doch bitter-komisch.
SILENT FRIEND
(Start: 15.01.)
H,F,D 2025 | Regie: Ildikó Enyedi | 147 Min. | FSK 6
Darsteller*innen: Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Enzo Brumm, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Johannes Hegemann, Rainer Bock, Marlene Burow, Léa Seydoux
Im Herzen des botanischen Gartens der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren ist er stiller Zeuge – Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen.
2020 wagt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong (Tony Leung), der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches Experiment mit dem uralten Baum.
1972 erfährt ein junger Student (Enzo Brumm) eine innere Wandlung – ausgelöst durch die konzentrierte Beobachtung einer einfachen Geranie.
1908 folgt die erste Studentin der Universität (Luna Wedler) ihrer Leidenschaft für die Fotografie – und entdeckt durch das Objektiv ihrer Kamera die verborgenen Muster des Universums.
Nach dem Goldenen-Bären-Gewinner „Körper und Seele“ (2017) präsentiert die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi mit SILENT FRIEND ein poetisches, sensibles Werk, in dem die Beziehung zwischen Pflanzen und Menschen zum Sinnbild für die universelle Sehnsucht nach Verbundenheit wird. In den stillen Versuchen ihrer Protagonisten, sich mit der Welt, der Natur und mit sich selbst zu verbinden, entfaltet sich eine berührende Geschichte über Zugehörigkeit, Wandel – und die Schönheit der Sehnsucht. In Venedig wurde Luna Wedler für ihre Rolle mit dem Preis als beste junge Entdeckung ausgezeichnet.
HAMNET
(Start: 22.01.)
USA 2025 | Regie: Chloé Zhao | 126 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Jessie Buckley, Paul Mescal, Emily Watson, Joe Alwyn
In der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit der Oscar-prämierten Regisseurin Chloé Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte.
Der titelgebende Roman von Maggie O’Farrell wurde 2020 veröffentlicht, erhielt euphorischen Kritiken und gewann den britischen Women’s Prize for Fiction sowie den amerikanischen National Book Critics Circle Award.
DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER
(Start: 22.01.)
B/F 2025 | Regie: Vinciane Millereau | 103 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Elsa Zylberstein, Didier Bourdon, Mathilde Le Borgne, Maxim Foster, Romain Cottard, Barbara Chanut, Céline Fuhrer, François Pérache, Esteban Delsaut
Ein Familien-Idyll im Frankreich der 1950er Jahre: Michel (Didier Bourdon), mittelmäßig, ist Bankangestellter und Ernährer, seine bessere Hälfte Hélène (Elsa Zylberstein), mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert. Plötzlich sind die Rollen neu verteilt. Während sich Hélène aller Ahnungslosigkeit zum Trotz erstaunlich gut als karriere-intensive Powerfrau schlägt, muss sich Michel als Hausmann im Smart-Home abmühen. Statt Unterwerfungsrhetorik braucht Michel nun Empowerment, Hélène genießt die Freiheit der Emanzipation. Doch die schöne neue Welt hat so ihre Tücken: der virtuelle Sprachassistent ist ein sturer Bock, die Möbel muss man sich selbst zusammenschrauben, der Hundekot wird vom Boden aufgehoben und die eigene Tochter möchte ihre Freundin heiraten. Jetzt reicht es dem entmachteten Familienoberhaupt. Es geht zurück in die gute alte Zeit und zwar sofort! Wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine auf Zeitrückreise programmiert.
In DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER ist die Freiheit immer nur einen Flügelschlag von der guten alten Zeit entfernt. Regisseurin Vinciane Millereau beweist ein großartiges Gespür für die Absurditäten unserer Zeit. Mit rotzfrechem Humor, präzisem Sarkasmus und herrlicher Situationskomik nimmt DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER die Heilsversprechen unserer Gegenwart aufs Korn und erzählt von der wunderbaren Relativität der Geschichte.
DIE STIMME VON HIND RAJAB
(Start: 22.01.)
TN/F 2025 | Regie: Kaouther Ben Hania | 90 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Saja Kilani, Motaz Malhees, Clara Khoury, Amer Hlehel
Am 29. Januar 2024 erreicht die Mitarbeitenden des Palästinensischen Roten Halbmonds ein Notruf aus Gaza: Ein Auto steht unter Beschuss, in dem die sechsjährige Hind Rajab eingeschlossen ist und um Hilfe fleht. Während die Mitarbeitenden versuchen, das Mädchen in der Leitung zu halten, unternehmen sie alles, um sie zu retten. Mit einer Kombination aus gespielten Szenen und den originalen Tonaufnahmen des Notrufs rekonstruiert Regisseurin Kaouther Ben Hania den verzweifelten Rettungsversuch. Ein Film, der nicht nur dokumentiert, sondern einen mit seinem schonungslosen Blick nicht mehr loslässt.
ASTRID LINDGREN - Die Menschheit hat den Verstand verloren
(Start: 22.01.)
Sondervorstellung am Sonntag 08.02., 11:00 Uhr - Filmgespräch mit Regisseur Wilfried Hauke
S/D 2025 | Regie: Wilfried Hauke | 103 Min. | FSK 12
Dokumentarfilm
Astrid Lindgren, die vor allem durch ihre Kinderbücher wie „Pippi Langstrumpf“, „Michel aus Lönneberga“ und „Ronja Räubertochter“ bekannt wurde, prägte mit ihren Werken Generationen von Leser*innen. Der Dokumentarfilm nähert sich der Autorin auf neue Weise, widmet sich ihren Tagebüchern, die zwischen 1939-1945 entstanden sind und erzählt von der noch unbekannten Astrid Lindgren als Chronistin des Zweiten Weltkriegs.
Die erst 2015 veröffentlichten und in mehr als 20 Sprachen übersetzen Kriegstagebücher von Astrid Lindgren lagen 70 Jahre lang in ihrem Schlafzimmer im Wäscheschrank verborgen. Sie sind eine einzigartige Dokumentation vom Schrecken der Diktatur und des Terrors aus der Sicht einer Mutter und frühen Feministin und appellieren leidenschaftlich an Mitmenschlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung.
ACH DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE
(Start: 29.01.)
D 2025 | Regie: Simon Verhoeven
Darsteller*innen: Bruno Alexander, Senta Berger, Michael Wittenborn
Nach „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ die zweite Verfilmung der autobiografischen Bestseller-Reihe von Joachim Meyerhoff.
Mit 20 wird Joachim unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern, Inge und Hermann. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholgetränkten Ritualen seiner Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden – ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt.
EIN KUCHEN FÜR DEN PRÄSIDENTEN
(Start: 05.02.)
Premiere am Do, 05.02. – Filmgespräch mit Nadja Madani (Freunde Arabischer Kunst & Kultur e.V.)
IRQ 2025 | Regie: Hasan Hadi | 102 Min. | FSK 6
Darsteller*innen: Rahim AlHaj, Sajad Mohamad Qasem, Baneen Ahmad Nayyef, Waheed Thabet Khreibat
Der Irak in der 90er-Jahren. Während Diktator Saddam Hussein trotz Not und Mangel seinen Geburtstag landesweit feiern lässt, zieht die 9-jährige Lamia in ihrer Schule ein gefürchtetes Los: Sie muss den Kuchen für die örtlichen Feierlichkeiten backen. Es ist eine fast unlösbare Aufgabe, denn im Land sind alle Lebensmittel knapp. Eier, Zucker und Mehl sind es erst recht.
Mit nur zwei Tagen Zeit, der Unterstützung ihres Klassenkameraden Saeed und begleitet von ihrem Hahn Hindi bricht sie auf, um in der nächsten Stadt die Zutaten aufzutreiben. Es ist eine abenteuerliche Suche durch eine Welt voller Ungewissheit und Entbehrung, aber auch kleiner Wunder, in der Lamia immer wieder Momente von Humor, Freundschaft und Hoffnung erlebt.
UNGEDULD DES HERZENS
(Start: 05.02.)
D 2025 | Regie: Lauro Cress | 104 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Ladina von Frisching, Giulio Brizzi, Livia Matthes, Thomas Loibl
Ein Bowlingabend, ein Missverständnis – und ein Moment, der zwei Leben verändert. Der junge Bundeswehrsoldat Isaac will der Schwester imponieren, als er die mürrische Edith zum Spielen auffordert. Erst als sie schlaff zu Boden sinkt, erkennt er den Rollstuhl an der Seite. Von Scham getrieben sucht Isaac die Nähe der Frau, die er verletzt hat. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Beziehung – voller Mitgefühl, Hoffnung und wachsender Abhängigkeit. Doch je stärker Isaac versucht, Edith „zu heilen“, desto tiefer verstricken sich beide in ein Geflecht aus Schuld, Selbsttäuschung und Sehnsucht.
Frei nach Stefan Zweigs zeitloser Geschichte – kraftvoll, berührend und von großer emotionaler Klarheit.
TRIEGEL TRIFFT CRANACH - Malen im Widerstreit der Zeiten
(Start: 05.02.)
D 2025 | Regie: Paul Smaczny | 107 Min. | FSK tba
Dokumentarfilm
Michael Triegels Malerei unterscheidet sich vehement von der seiner Leipziger Schule Kolleg*innen, allen voran von der seines Freundes Neo Rauch. Triegel malt wie die Alten Meister und nennt Michelangelo, Raffael und Dürer seine Vorbilder. 2020 erhält Triegel einen außergewöhnlichen Auftrag: Er soll den zerstörten Mittelteil des Altars im Naumburger Dom gestalten. Fast 500 Jahre zuvor fiel das Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren einem Bildersturm zum Opfer. Nur die Seitenflügel blieben erhalten und weil es keinerlei Aufzeichnungen der Darstellung der Gottesmutter Maria mit Kind gibt, muss Triegel ein gänzlich neues altes Gemälde fertigen.
Der Dokumentarfilm begleitete den Maler mehrere Jahre und zeigt überaus detailliert und erkenntnisreich das Entstehen eines bedeutenden Kunstwerkes.
COEXISTENCE, MY ASS!
(Start: 05.02.)
USA/F 2025 | Regie: Amber Fares | 95 Min. | FSK tba
Dokumentarfilm
Der Dokumentarfilm begleitet die israelische Aktivistin und Komikerin Noam Shuster Eliassi bei der Entstehung ihrer gleichnamigen Comedy-Show. Über einen Zeitraum von fünf turbulenten Jahren wird ihr persönlicher, beruflicher und politischer Werdegang vor dem Hintergrund der stetigen Verschlechterung der Lage in der Region nachgezeichnet. Aufgewachsen im zweisprachigen israelisch-palästinensischen Dorf Wahat al-Salam – Neve Shalom (Oase des Friedens), verliert Noam zunehmend den Glauben an den traditionellen Friedensaktivismus. Sie wendet sich der Stand-Up-Comedy zu. Doch während ihr Stern steigt, bricht alles um sie herum zusammen. Mit beißender Satire konfrontiert Noam ihr Publikum mit schwierigen Wahrheiten, die nicht immer lustig sind, uns aber daran erinnern, dass eine andere Realität möglich ist.
FOLKTALES - Mit Schlittenhunden ins Leben
(Start: 05.02.)
USA/N 2025 | Regie: Heidi Ewing & Rachel Grady | 105 Min. | FSK 6
Dokumentarfilm
Dieses lebensbejahende Dokumentarfilm-Meisterwerk der Oscar®-nominierten Filmemacherinnen Heidi Ewing und Rachel Grady begleitet junge Menschen, die sich für ein unkonventionelles Jahr an einer traditionellen Volkshochschule in der arktischen Wildnis Norwegens entscheiden, um jenseits der digitalen Welt wieder Mut, Sinn und Gemeinschaft zu finden. Die Schlittenhunde werden dabei zu ihren Lehrern und Spiegeln. Sie fordern Geduld, Vertrauen und Selbstbewusstsein – und schenken im Gegenzug bedingungslose Verbundenheit.
Mit intimen Beobachtungen, atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und einer tiefen Menschlichkeit erzählt der Film von einer Generation, die zwischen digitaler Entfremdung und dem Wunsch nach echter Verbindung steht – am Rande der Welt und am Anfang ihres eigenen Lebens.
NO OTHER CHOICE
(Start: 12.02.)
Südkorea 2025 | Regie: Park Chan-wook | 139 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Lee Byung-hun, Son Ye-jin, Park Hee-soon, Lee Sung-min, Yeom Hye-ran, Cha Seung-won
Man-su hat sich mit viel Fleiß und harter Arbeit ein perfektes Leben geschaffen: Haus mit Garten, harmonische Ehe, talentierte Kinder und genug Zeit für sein geliebtes Bonsai-Hobby. Doch als KI plötzlich seinen Job ersetzt, müssen er und seine Familie auf allerlei Annehmlichkeiten verzichten: die Tennisstunden der Gattin, das Netflix-Abo der Kinder und selbst die zwei treuen Golden Retriever können sie sich nicht mehr leisten. Und je länger Man-su vergeblich Bewerbungen schreibt, desto näher rückt auch der Verlust des geliebten Hauses. Schließlich begreift er: Nicht der Mangel an Jobs ist das Problem, sondern die Menge an Mitbewerbern. Man-su bleibt keine andere Wahl als sich – auf sehr kreative Art und Weise – seiner Konkurrenten zu entledigen.
Park Chan-wook (OLDBOY, DIE TASCHENDIEBIN) zählt neben Bong Joon-ho (PARASITE) zu den großen Meistern kluger und kunstvoller Unterhaltung aus Südkorea. Mit NO OTHER CHOICE gelingt ihm ein bitterböses Vergnügen, eine messerscharfe Symphonie des Absurden – visuell brillant und beißend komisch. In der Hauptrolle glänzt Lee Byung-hun (SQUID GAME) als Mittelschichtskarrierist ohne Hemmungen, aber mit blutig-grünem Daumen. Ein wildes Kinoerlebnis voller unvorhersehbaren Wendungen, das seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig 2025 feierte und sich schon jetzt auf direktem Weg zum Kultfilm befindet.
WINTER IN SOKCHO
(Start: 12.02.)
D 2024 | Regie: Koya Kamura | 105 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Bella Kim & Roschdy Zem
In Sokcho, einer kleinen Stadt am Meer in Südkorea, führt die 23-jährige Soo-Ha ein routiniertes Leben zwischen den Besuchen bei ihrer Mutter, einer Fischhändlerin, und der Beziehung zu ihrem Freund Jun-oh. Die Ankunft des Franzosen Yan Kerrand in der Pension, in der sie arbeitet, weckt Fragen über ihre eigene Identität. Während der Winter die Stadt betäubt, beobachten sie sich gegenseitig, prüfen sich und knüpfen eine zerbrechliche Verbindung.
Sensible und sinnliche Verfilmung des Romans von Elisa Shua Dusapin.
DAS FLÜSTERN DER WÄLDER
(Start: 19.02.)
F 2025 | Regie: Vincent Munier | 93 Min. | FSK 0
Dokumentarfilm
Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes. Viele Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend - immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn. Sein Sohn, Filmemacher Vincent Munier („Der Schneeleopard“), teilt die Faszination des Vaters. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit der Natur.
SOULEYMANS GESCHICHTE
(Start: 19.02.)
F 2024 | Boris Lojkine | 93 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Abou Sangaré, Alpha Oumar Sow, Nina Meurisse, Emmanuel Yovanie, Younoussa Diallo, Ghislain Mahan, Mamadou Barry, Yaya Diallo, Keita Diallo
Souleyman stammt aus Guinea und versucht in Frankreich einen Asylantrag zu stellen. Da er keinen Pass hat, braucht er dringend Geld, um an Papiere zu kommen. Dafür schlägt er sich unter haarsträubenden Bedingungen als Fahrradkurier für einen Food Delivery Service in Paris durch. Es bleiben ihm nur noch 48h bis zum Termin beim Amt für Migration.
Ein hochspannendes und bewegendes Drama über Migration, die Gig Economy und das Leben in einer Großstadt. Für seine Darstellung von Souleyman wurde Abou Sangare in Cannes sowie bei den European Film Awards zum besten Hauptdarsteller gekürt.
SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK?
(Start: 19.02.)
CH/D 2025 | Regie: Nicolas Steiner | 128 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Luna Wedler, Karl Markovics, Lars Eidinger, Dominique Pinon, Saga Sarkola, Thelma Buabeng, Nikolai Gemel, Bettina Stucky, Jan Bülow
Die Studentin Lena glaubt fest an das Glück und das Gute im Menschen. Im Rahmen eines sozialen Projekts wird sie vom Amt als Schreibtrainerin zu Hugo Drowak geschickt, der sein Glück schon lange verloren hat und allein in einem heruntergekommenen Hochhaus lebt. Trotz seiner notorischen Gemeinheiten gibt Lena nicht auf, ihn für den kreativen Prozess zu begeistern. Sie ist überzeugt, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient. Widerwillig beginnt Drowak über die Liebe seines Lebens zu schreiben und weckt damit die Dämonen seiner Vergangenheit. Als Lena den Zusammenhang begreift, stellt sie sich ihnen entschlossen entgegen.
Mit Luna Wedler („22 Bahnen“) und Karl Markovics in den Hauptrollen sowie u.a. Lars Eidinger in weiteren Rollen versammelt sich ein eindrucksvolles Ensemble vor der Kamera.
FATHER MOTHER SISTER BROTHER
(Start: 26.02.)
USA/IRL/F 2025 | Regie: Jim Jarmusch | 110 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene, Indya Moore, Luka Sabbat, Françoise Lebrun
Die drei Geschichten des behutsam als Triptychon komponierten Spielfilms kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.
Regie-Ikone Jim Jarmusch lässt den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. Ausgezeichnet mit dem Goldenen Löwen bei den Filmfestspiele von Venedig.
MARTY SUPREME
(Start: 26.02.)
USA 2025 | Regie: Josh Safdie | 149 Min. | FSKS tba
Darsteller*innen: Timothée Chalamet, Gwyneth Paltrow, u.v.a.
Schuhverkäufer Marty hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssee eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren. Denn für den kleinen Schuhladen seines Onkels ist Martys Traum definitiv ein paar Nummern zu groß.
Das weltumspannende Abenteuer führt aus den Hinterhöfen von Manhattan bildgewaltig bis ins Paris, London, Kairo und Tokio der 1950er Jahre.
Timothée Chalamet wurde für seine schauspielerische Leistung mit dem Golden Globe ausgezeichnet.
EPiC: ELVIS PRESLEY IN CONCERT
(exklusive Einzelvorstellungen ab 26.02.)
USA 2025 | Regie: Baz Luhrmann | 96 Min. | FSKS tba
Dokumentarfilm
Baz Luhrmann widmet sich erneut dem Thema seines Films von 2022 und erzählt ausschließlich über neu aufgetauchtes Archivmaterial aus den frühen Tagen von Elvis Presley in Las Vegas. Die Aufnahmen zeigen den Beginn seiner Auftritte im Jahr 1969, die ursprünglich nur für wenige Wochen im Hotel vorgesehen waren, sich jedoch über Jahre hinweg fortsetzten. Der Film kombiniert Szenen aus Proben, in denen Presley konzentriert arbeitet und sich entspannt zeigt, mit Mitschnitten seiner Bühnenmomente in der Spielmetropole. So entsteht ein Bild des Künstlers während einer Phase, in der sein Aufenthalt in Las Vegas unerwartet zu einem zentralen Kapitel seiner Karriere wurde. (filmstarts.de)