PILLION
(Start: 26.03.)
Sondervorstellung am Freitag, 27.03., 20:45 Uhr, Gloria
Gemeinsam mit Queer Tour Heidelberg laden wir ab 20:15 Uhr zum Begrüßungssekt ein!
GB 2025 | Regie: Harry Lighton | 107 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Alexander Skarsgård, Harry Melling, Douglas Hodge, Lesley Sharp
Als der schüchterne Colin in einer Bar auf den charismatischen Ray trifft, ist es sofort um ihn geschehen. Dass der attraktive Biker ausgerechnet ihn zu seinem neuen Gefährten erwählt, kann er kaum fassen. Ray fordert absolute Unterwerfung, zu der Colin nur allzu gern bereit ist. Im Gegenzug öffnet ihm Ray die Tür zu einer aufregenden Welt wilder Abenteuer und sexueller Ekstase. Während sich seine Eltern zunehmend Sorgen machen, genießt Colin sein neues Leben in vollen Zügen. Doch langsam erwacht in ihm eine leise Sehnsucht nach etwas, das Ray ihm vielleicht niemals geben kann…
Alexander Skarsgård und Harry-Potter-Star Harry Melling brillieren in der überraschend sensiblen DomCom mit einer herausragenden Performance voller Humor, Zärtlichkeit und emotionaler Tiefe.
BLUE MOON
(Start: 26.03.)
USA 2025 | Regie: Richard Linklater | 100 Min. | FSK 0
Darsteller*innen: Ethan Hawke, Andrew Scott, Margaret Qualley, Bobby Cannavale
BLUE MOON erzählt die Geschichte des legendären Songwriters Lorenz Hart, dessen berufliches und privates Leben während der Premierenfeier für das Musical „Oklahoma!“, mit dem sein ehemaliger Partner, der Komponist Richard Rodgers, einen großen Erfolg feiert, ins Wanken gerät. Mit einer Vielzahl an Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Freund*innen und Protegés – eine Parade der Berühmten und derer, die es werden wollen –, werden über 100 Minuten in Echtzeit die Ereignisse in der Bar Sardi’s am Abend des 31. März 1943 geschildert. Das Ergebnis ist eine Betrachtung über Freundschaft, Kunst und Liebe: Am Ende dieses Abends wird Hart einer Welt, die sich durch den Krieg unwiderruflich verändert hat, und der scheinbaren Unmöglichkeit der Liebe ins Auge gesehen haben.
CALLE MÁLAGA - Ein Zuhause in Tanger
(Start: 26.03.)
F/E/D/B/MAR 2025 | Regie: Maryam Touzani | 116 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Carmen Maura, Marta Etura, María Alfonsa Rosso
María Ángeles, 79, ist tief verwurzelt im spanischen Viertel von Tanger. Ihre Wohnung in der Calle Málaga – voller Erinnerungen, Blumen und antiker Schätze – ist ihr ganzer Stolz. Vom Balkon aus beobachtet sie das bunte Treiben der Stadt – ruhig, zufrieden, in ihrer eigenen Welt. Doch als ihre Tochter Clara die Wohnung verkaufen will, gerät alles ins Wanken. Statt ins Seniorenheim zu ziehen, stellt sich María Ángeles quer. Mit Witz, List und Herz kämpft sie um ihr Zuhause. Überraschend findet sie dabei neue Nähe, Lebenslust und eine Liebe, die sie längst verloren glaubte.
«Herzerwärmendes Unterhaltungskino für Best Ager» (Filmstarts)
A USEFUL GHOST
(Start: 26.03.)
SGP,F,D,THA 2025 | Regie: Ratchapoom Boonbunchachoke | 130 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Witsarut HimmaratDavika Hoorne
March (Witsarut Himmarat) liebt einen Staubsauger. Aber nicht irgendeinen. Im Inneren des saugstarken Haushaltsgeräts hat die Seele seiner an Luftverschmutzung verstorbenen Frau Nat (Davika Hoorne) Zuflucht gefunden. Das ungleiche Liebespaar kämpft gegen besessene Kühlschränke, hilft einem akademischen Ladyboy und dessen Liebhaber im Kampf gegen skrupellose Politiker und genießt die Möglichkeiten der wiedergefundenen Zweisamkeit – auch im Bett. Die konservative Verwandtschaft ist entsetzt, die buddhistischen Gelehrten pikiert und Marchs pragmatische Mutter tut alles, um der schon zu Lebzeiten ungeliebten Schwiegertochter endgültig den Stecker zu ziehen.
Ratchapoom Boonbunchachokes Fabel von der unsterblichen Liebe zwischen Mann und Staubsauger ist die wohl abgedrehteste Romanze des Jahres. Die clevere Gesellschaftssatire räumt mit traditionellen Beziehungsvorstellungen, überholten Geschlechterrollen und verlogener Erinnerungskultur auf und wurde in Cannes mit dem Großen Preis der Semaine de la Critique ausgezeichnet.
ROMERÍA - Das Tagebuch meiner Mutter
(Start: 02.04.)
Premiere am Donnerstag, 02.04., 19:30 Uhr in Kooperation mit der Aidshilfe Heidelberg
40 Jahre Engagement, Solidarität und Aufklärung: Gemeinsam mit der Aidshilfe Heidelberg laden wir anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens zu einem besonderen Filmabend mit "Romería" ein, - ein eindrucksvoller Film über Selbstermächtigung, ein Drei-Generationen-Porträt über Scham, Schweigen und das Weitertragen verdrängter familiärer AIDS-Erfahrungen. Sensibel und vielschichtig erzählt Regisseurin Carla Simón von persönlicher Geschichte und gesellschaftlichem Wandel.
Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu Sekt und alkoholfreiem Sekt ein. In entspannter Atmosphäre besteht die Möglichkeit zum Austausch und zu Gesprächen. Wir freuen uns auf einen bewegenden Abend und Ihr Kommen!
E/D 2025 | Regie: Carla Simón | 141 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Llúcia Garcia, Mitch , Tristán Ulloa, Alberto Gracia, Miryam Gallego, Janet Novás, José Ángel Egido, Marina Troncoso, Sara Casasnovas, Celine Tyll
Die 18jährige Marina ist nach dem frühen Aids-Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Katalonien aufgewachsen. Nun reist sie nach Vigo an die galicische Atlantikküste, um zum ersten Mal die Familie ihres Vaters Fon zu treffen und mit eigenen Augen zu sehen, wo ihre Eltern die kurze, wilde Zeit ihrer Liebe in den 80er Jahren erlebten, im Aufbruch nach Ende der Franco-Diktatur. Eigentlicher Anlass von Marinas Reise ist eine simple Formalie: Für ihr Stipendium an der Filmhochschule braucht sie die Sterbeurkunde ihres Vaters. Zu ihrem Erstaunen weist das Dokument Fon als kinderlos aus, ein Fehler, der sich durch die Unterschrift der Großeltern leicht korrigieren ließe.
Marina wird von der Familie in Galicien mit offenen Armen empfangen. Sie taucht ein in eine schwirrende Welt voller neuer Tanten, Onkeln, Cousins und Kusinen – und Geschichten, die sich auf seltsame Weise widersprechen. Ihre Ankunft rührt lange verschüttete Emotionen auf, verdrängte Gefühle, Scham, Schmerz und Zärtlichkeit. Hinter den Erzählungen, den Lügen, der Liebe und dem Schweigen der anderen zeichnet sich ab, wie das Leben ihrer Eltern gewesen sein könnte. Für Marina beginnt, begleitet vom Tagebuch ihrer Mutter, die aufwühlende Reise in eine Erinnerung, die sie sich selbst schaffen muss.
DAS DRAMA - Nochmal auf Anfang
(Start: 02.04.)
USA 2025 | Regie: Kristoffer Borgli
Darsteller*innen: Robert Pattinson, Zendaya, u.a.
Charlie, ein attraktiver und erfolgreicher Kurator aus England, lernt Emma kennen, eine witzige und hübsche Lektorin, die für einen Verlag in Cambridge arbeitet. Nach einer kurzen intensiven Liebesgeschichte beginnt das scheinbar perfekte Paar mit Hilfe von Charlies bestem Freund Mike und dessen Frau Rachel mit der Planung ihrer Hochzeit. Doch dann droht eine Enthüllung aus Emmas Vergangenheit die Harmonie zu zerstören…
Das außergewöhnliche Liebespaar wird gespielt von Zendaya (u.a. „Dune 1+2“, „Challengers– Rivalen“) und Robert Pattinson („The Batman“, „Tenet“), die DAS DRAMA schon jetzt zu einem der heiß erwarteten Filme des Jahres 2026 machen.
SIRI HUSTVEDT - Dance Around The Self
(Start: 02.04.)
Sondervorstellung am Freitag, 03.04.: Literarische Einstimmung mit Texten von Siri Hustvedt und Paul Auster gelesen von Veronika Haas (Festivalleitung Literaturherbst Heidelberg) und Matthias Paul (Theaterverein Heidelberg e.V.) und Buchverlosung eines Exemplars ihres brandneuen Bestsellers „Ghost Stories“.
D/CH 2026 | Regie: Sabine Lidl | 110 Min. | FSK 12
Dokumentarfilm
Jung, neugierig und voller Tatendrang verlässt Siri Hustvedt ihre Heimat Minnesota und stürzt sich mitten hinein ins pulsierende New York. Auf der Suche nach der Hauptfigur ihres ersten Romans beginnt eine Reise, die sie nicht nur zur Schriftstellerin macht, sondern zu einer der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Der Film öffnet einen Blick weit über Siri Hustvedt hinaus und feiert die kämpferische Kreativität von Künstlerinnen, denen die Autorin sich verbunden fühlt. Zugleich erzählt der Dokumentarfilm die einzigartige Liebesgeschichte des legendären Autorenpaares aus Brooklyn: Siri Hustvedt und Paul Auster. Doch während die beiden über Sprache, Identität und die Kraft der Worte nachdenken, bricht das Leben herein: Paul Auster wird schwer krank. Auch nach seinem Tod endet die gemeinsame Geschichte nicht: Siri Hustvedt beginnt den Verlust ihres „Lebensmenschen“ im Buch „Ghost Stories: Ein Buch der Erinnerung“ literarisch zu verarbeiten.
ALS WÄRE ES LEICHT
(Start: 02.04.)
D 2025 | Regie: Milan Skrobanek | 90 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: David Knors, Cindy Klink, Athena Lange, Wolf Danny Homann, Joachim Raaf, Marion Kracht uvm
Kati ist gehörlos, Florian ist blind. Er ist Stadionkommentator beim FC St. Pauli, sie entdeckt die Welt durch ihre Kamera. Als sie sich im Dialoghaus Hamburg begegnen, entsteht eine eigene Sprache – jenseits von Worten und Gesten, getragen von Nähe und Mut. Doch ihre unterschiedlichen Lebenswelten und die Erwartungen von Familie und Umfeld stellen die Beziehung immer wieder auf die Probe. Ihre Liebe wirkt für Außenstehende kaum möglich und entfaltet gerade deshalb eine besondere Kraft.
Der Debüt-Spielfilm des Hamburger Regisseurs Milan Skrobanek erzählt einfühlsam von der Schönheit und Verletzlichkeit einer Beziehung, die größer ist als ihre Umstände.
THE HISTORY OF SOUND
(Start: 09.04.)
USA 2025 | Regie: Oliver Hermanus | 129 Min. | FSK 6
Darsteller*innen: Paul Mescal, Josh O’Connor, Chris Cooper
Im Jahr 1917 verschlägt es den zurückhaltenden und talentierten Musikstudenten Lionel (Paul Mescal) vom ländlichen Kentucky an die Ostküste, wo er am Boston Conservatory seinen charmanten und selbstbewussten Kommilitonen David (Josh O’Connor) kennenlernt. Über ihre gemeinsame, tief empfundene Liebe zu traditioneller Folk-Musik kommen sich die beiden näher, doch dann wird David als Soldat eingezogen. Einige Jahre später erreicht Lionel ein Brief, in dem David seinen Freund bittet, ihn auf einer Reise durch die Wälder von Maine zu begleiten. Die beiden Männer teilen nicht nur Momente inniger Zweisamkeit, sondern entdecken in ländlichen Gemeinden auch fast in Vergessenheit geratene Folk-Musik. Das sehnlich erwartete Wiedersehen, ihre leidenschaftliche Liebesgeschichte und die von ihnen gesammelte und bewahrte Musik werden den Verlauf von Lionels Leben für immer prägen.
A MISSING PART
(Start: 09.04.)
F/B 2024 | Regie: Guillaume Senez | 98 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Romain Duris, Judith Chemla, Mei Cirne-Masuki
Der ehemalige Chefkoch Jérôme fährt Tag für Tag mit seinem Taxi durch Tokio – in der Hoffnung, seine Tochter Lily zu finden. Seit der Trennung von seiner Frau Keiko vor neun Jahren hat er sie nicht mehr gesehen. Zermürbt von der Erfolglosigkeit seiner Suche beschließt er, seine Wohnung zu verkaufen, um mit dem Geld in Frankreich ein neues Restaurant zu eröffnen. Dann aber steigt ein Mädchen in sein Taxi – und er ist diesmal absolut sicher, seine Tochter endlich gefunden zu haben...
Romain Duris (u.a. „L’Auberge espagnole“) überzeugt als eigensinniger Vater, der sich auch in einer fremden Kultur mit einem völlig anderen Sorgerecht nicht davon abbringen lässt, mit seiner Tochter in Kontakt zu treten.
„Ein schöner, herzzerreißender Film, der hoffungsvoll endet.“ LE PARISIEN
VIER MINUS DREI
(Start: 16.04.)
Vorpremiere in Kooperation mit Literaturherbst Heidelberg am Mi 15.04.26, 19:00 Uhr, KAMERA
Wir begrüßen zum Filmgespräch Buchautorin Barbara Pachl-Eberhart und Regisseur Adrian Goiginger.
Vor und nach der Filmvorführung ist die Bücherstube an der Tiefburg mit einem Büchertisch vor Ort. Nach dem Film gibt es außerdem die Möglichkeit, Bücher von der Autorin signieren zu lassen.
A/D 2025 | Regie: Adrian Goiginger | 121 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld
Barbara (Valerie Pachner) und ihr Partner Heli (Robert Stadlober) führen mit ihren beiden Kindern Fini und Thimo ein glückliches und liebevolles Familienleben. Als professionelle Clowns nehmen sie das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Als Barbara wie aus dem Nichts durch einen Unfall ihre Familie verliert, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Verlust lässt sie am Clownsein und dem eigenen Lebenssinn zweifeln. Doch Barbara stellt sich ihrem Schicksal. Mutig und unkonventionell findet sie ihren Weg, mit der Trauer umzugehen. Schritt für Schritt erkennt sie, dass das Leben trotz allem weitergeht, wenn man es nur wagt, ihm neu zu begegnen.
Mit ihrer gleichnamigen Autobiografie landete Barbara Pachl-Eberhart 2010 einen Bestseller: Eindringlich und mit viel Stärke beschreibt sie darin, wie es ihr nach dem tragischen Tod ihrer Familie gelang, sich dem Leben neu zu stellen. Nun hat der für seine sehr persönlichen Filmarbeiten gefeierte Regisseur Adrian Goiginger – unter anderem ausgezeichnet mit einer Lola in Silber für DER FUCHS – diese bewegende Lebensgeschichte verfilmt. Sensibel und mit feinem Gespür für seine Charaktere, inszeniert er in VIER MINUS DREI die lebendige, hoffnungsvolle Geschichte einer Frau, die nicht aufgibt. In einer schauspielerischen Ausnahmeleistung glänzt Valerie Pachner (EIN VERBORGENES LEBEN) in der Hauptrolle der Barbara, unterstützt von Robert Stadlober (FÜHRER UND VERFÜHRER). In den weiteren starken Rollen sind Stefanie Reinsperger, Hanno Koffler und Ronald Zehrfeld zu sehen. Das Drehbuch stammt von Senad Halilbašić (7500, „Der Pass“).
Seine Weltpremiere feiert VIER MINUS DREI im Rahmen der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin in der Sektion Panorama.
ALLEGRO PASTELL
(Start: 16.04.)
D 2025 | Regie: Anna Roller | 100 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Jannis Niewöhner, Syl Faligant, Luna Wedler, Martina Gedeck, Wolfram Koch, Hailey Louise Jones
Literaturverfilmung nach dem Roman von Leif Randt
Sommer in Berlin, 2018: Tanja und Jerome, eine Autorin und ein Webdesigner Anfang dreißig, führen eine scheinbar perfekte Fernbeziehung. Zwischen schlaflosen Nächten in der Großstadt und Entschleunigung im beschaulichen Maintal tarieren die beiden immer wieder Nähe und Distanz. An ihrem 34. Geburtstag überkommt Tanja eine Ahnung der gemeinsamen Zukunft – eine, die geordnet und verlässlich wirkt. Aber ist es wirklich das, wonach sie sucht?
Eine stimmungsvolle Mentalitätsgeschichte in den Pastellfarben einer schönen Erinnerung; nachdenklich, unterhaltsam und wehmütig. Angesiedelt in den Jahren 2018 und 2019, handelt es sich zugleich um eine historische Erzählung aus einem Deutschland knapp vor unserer Zeit.
DIE REICHSTE FRAU DER WELT
(Start: 23.04.)
Vorpremiere am Di 21.04.26, 18:30 Uhr
Wir begrüßen zum Filmgespräch den Regisseur Thierry Klifa
B/F 2025 | Regie: Thierry Klifa | 121 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Isabelle Huppert Laurent Lafitte Marina Foïs Raphaël Personnaz André Marcon Mathieu Demy Joseph Olivennes Micha Lescot Paul Beaurepaire
Die reichste Frau der Welt: Voller Schönheit, Intelligenz und grenzenloser Macht. Sie begegnet einem Fotografen voll unverschämtem Ehrgeiz und angetrieben von einem Wahnsinn, der auch Genie sein könnte. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Mit kreativer Boshaftigkeit nistet er sich ein – in den altehrwürdigen Machtstrukturen dieser Familie und ihrem grenzenlosen Luxus. Doch da ist auch noch eine Tochter, die um ihr Erbe, die Familie und die Liebe ihrer Mutter kämpft. Und ein Butler, der mehr weiß als er sagt. Über Familiengeheimnisse und fragwürdige Spenden in astronomischen Höhen. Es beginnt ein Krieg, dem alle Mittel recht sind.
Ein berauschend komisches Drama, das in seinen Abgründen an Shakespeare erinnert: DIE REICHSTE FRAU DER WELT mit einer brillanten Isabelle Huppert in der Titelrolle ist eine so grandiose wie doppelbödige Satire über die Macht des Geldes und den verführerischen Glauben an eine Familie, die ihr widerstehen könnte.
ROSE
(Start: 30.04.)
Preview am Montag, 27.04. mit anschliessender Live - Übertragung des Q&A mit Regisseur Markus Schleinzer und den Darstellerinnen Sandra Hüller und Caro Braun von der Premiere aus den Passage-Kinos in Leipzig
A/D 2026 | Regie: Markus Schleinzer | 94 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Robert Gwisdek, Maria Dragus, Annalisa Hohl, Augustino Renken, Maurice Leonhard, Anni Molke, Emma Bahlmann, Bastian Trost, Sven-Eric Bechtolf, Rainer Egger, Anne Klein, Marius Huth
In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde. Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen. Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.
ROSE – die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zum Trotz unter falschem Nam als Manns-Bild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben.
DER FROSCH UND DAS WASSER
(Start: 30.04.)
D/CH 2025 | Regie: Thomas Stuber | 113 Min. | FSK 6
Darsteller*innen: Aladdin Detlefsen, Kanji Tsuda, Bettina Stucky, Meltem Kaptan, Cornelius Schwalm, Yuki Iwamoto
Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz. Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schließt sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an. Auf diesem ungewöhnlichen Roadtrip beginnt die behutsame Freundschaft zwischen Buschi und Hideo Kitamura. Buschi, der sich sein ganzes Leben lang geweigert hat, über Sprache mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, blüht in dieser fremden Umgebung auf.
„Der ungewöhnliche Roadtrip durch Deutschland könnte zum Geheimtipp werden“ (Cinema)
FRIENDLY FIRE: ERICH FRIED
(Start: 30.04.)
D/A 2025 | ein Film von Klaus Fried, realisiert von Julia Albrecht | 109 Min. | FSK tba
Dokumentarfilm
„Der Film von Klaus Fried und Julia Albrecht ist ein Geschenk zur richtigen Zeit, thematisch hoch aktuell, voller Ambivalenzen und eine vielschichtige Familensaga. Erich Fried vereinte als Künstler und Mensch die heftigsten Widersprüche: Als heimatvertriebener jüdischer Emigrant aus dem nationalsozialistischen Deutschland wird er zum strengen Kritiker der israelischen Politik. Als linker Pazifist sucht er den Austausch mit dem bekennenden Neonazi Michael Kühnen. Sein Liebesleben folgt nur bedingt seiner sensiblen Lyrik zum Thema. Als Vater bleibt er dem Sohn Klaus ein Rätsel: überlebensgroß und doch zutiefst menschlich.“ (Daniel Sponsel, Festivalleiter des DOK.fest München)